Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij kündigt "asymmetrische Operationen" gegen Russland an

3.09.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Selenskij droht ziviler Luftfahrt über Russland – Was plant die Ukraine?

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij erwartet die Ankunft des britischen Premierministers Andy Burnham im Vorfeld ihres bilateralen Treffens im Horodetski-Haus am 24. August 2026 in Kiew.Urheberrechtlich geschützt Selenskij hat der zivilen Luftfahrt im Luftraum über Russland gedroht – manche sagen, er habe sie "gewarnt". Der russische Himmel, sagte der Kiewer Chefterrorist, gehöre künftig Drohnen, nicht Passagiermaschinen. Und tatsächlich gibt es einen finsteren Plan mit dem Codewort "M&Ms", zu dem die Drohung passt.
Mehr dazu erfahren Sie in diesem Meinungsartikel von Alexej Danckwardt.21:45 Uhr
dpa: Bei München läuft Serienproduktion von mehr als 5.000 Drohnen für Kiew
In der Region München hat die Serienproduktion von mehr als 5.000 militärischen Langstreckendrohnen für die Ukraine begonnen. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Angaben des deutsch-US-amerikanischen Rüstungskonzerns Auterion und des ukrainischen Unternehmens Airlogix.
Die ersten Drohnen der geplanten Lieferung seien bereits produziert worden. Der Auftrag mit einem geschätzten Wert von rund 300 Millionen Euro soll bis Mitte 2027 abgeschlossen werden. Neben dem Produktionsstandort bei München ist laut dpa ein weiterer Standort im Osten Deutschlands vorgesehen.
Das Projekt umfasst zwei Drohnenmodelle mit mittlerer und großer Reichweite. Eine der Drohnen soll bis zu 1.500 Kilometer weit fliegen können. Auterion ist für die Software zuständig, Airlogix für die Hardware. Die Unternehmen rechnen mit weiteren Aufträgen.
21:30 Uhr
Gebiet Belgorod und LVR: Sieben Tote und Verletzte bei ukrainischen Angriffen
Bei einem Angriff der Ukraine auf Schebekino im Gebiet Belgorod sind vier Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Unter den Toten befinden sich ein Arzt, ein Rettungssanitäter und ein Ehepaar. Dies teilt der amtierende Gouverneur des Gebiets Alexander Schuwajew mit.
Im Bezirk wurden zudem zwei Wirtschaftsgebäude zerstört und beschädigt sowie die Fenster von zwei Mehrfamilienhäusern, ein Privathaus, eine Garage und zwei Autos.
In der Volksrepublik Lugansk (LVR) kam unterdessen ein Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums bei einem Drohnenangriff ums Leben. Dmitri Schaschuto, stellvertretender Leiter einer Feuerwehr-Bereitschaftsschicht, erlag seinen Verletzungen, die er erlitten hatte, als eine Drohne das Auto angegriffen hatte, in dem er mit seiner Familie unterwegs gewesen war. Dies teilt die Stadtverwaltung von Perwomaisk mit.
21:11 Uhr
Selenskij kündigt "asymmetrische Operationen" als Antwort auf russische Angriffe an
Die Ukraine werde als Reaktion auf russische Angriffe auf Lager und Unternehmen "asymmetrische Operationen" durchführen, erklärt der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in seinem Telegram-Kanal.
Nach seinen Angaben sollen die Maßnahmen eine Antwort auf die Taktik massiver Drohnenangriffe und Attacken auf ukrainische Objekte sein. Den Kampf gegen die reaktiven Geran-Drohnen bezeichnet Selenskij zugleich als "keine einfache Aufgabe".
Am 3. September war Kiew nach ukrainischen Angaben von einer Serie von Explosionen erschüttert worden. Demnach wurden unter anderem Lagerhallen, ein Logistikkomplex und ein Industrieunternehmen getroffen. Die ukrainische Seite machte dafür russische reaktive Drohnen vom Typ Geran-5 verantwortlich.
Bereits am 1. September hatte Selenskij erklärt, der ukrainische Drohneneinsatz über Russland werde zunehmen. Dabei wandte er sich an ausländische Fluggesellschaften, Versicherer und Unternehmen, die den russischen Luftraum nutzen, und erklärte, dieser werde "absolut unsicher".
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese Äußerungen als "Ankündigung von Staatsterrorismus" und kündigte an, Moskau werde "etwas finden, womit es antworten" könne.
20:55 Uhr
Kiew: Ukrainische Geheimdienste liefern sich Schießerei

Am Mittwoch, dem 2. September 2026, ist es in Kiew zu einer Schießerei zwischen dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU und dem Militärgeheimdienst GRU gekommen. Das Gefecht wurde anfangs seitens des SBU als gemeinsame Operation von SBU und GUR dargestellt, bei der "ein aus Moskau gesteuerter Mordanschlag auf einen russischen Oppositionellen verhindert" wurde.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.20:40 Uhr
Dmitrijew kommentiert Trumps Forderung: EU-Politiker "auf das Geld hereingefallen"
Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für internationale Investitions- und Wirtschaftskooperation Kirill Dmitrijew kommentiert die Forderung von US-Präsident Donald Trump an die EU, die von den USA für die Militärhilfe an die Ukraine ausgegebenen Gelder zurückzuzahlen. In seinem Telegram-Kanal bemerkt er, dass die europäischen Politiker "auf das Geld hereingefallen" seien. Er schrieb im sozialen Netzwerk X:
"Das sollte für die brillanten europäischen Politiker, die glauben, zu wissen, was sie tun, kein Problem sein."
Trump hatte zuvor erklärt, die USA würden von Europa die Rückerstattung von Hunderten Milliarden Dollar verlangen, die die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden für die Militärhilfe an Kiew ausgegeben habe.
20:22 Uhr
Gebiete Moskau und Belgorod: Mehrere Menschen bei Drohnenangriffen verletzt
Bei Drohnenangriffen in Kubinka im Gebiet Moskau sind zwei Menschen verletzt worden. Dies teilt der Leiter des Verwaltungsbezirks Odinzowo Andrei Iwanow mit.
Demnach fiel ein Trümmerteil einer Drohne auf ein fahrendes Auto. Der 44-jährige Fahrer wurde verletzt und ins Klinische Zentrum für Rehabilitationsmedizin gebracht. Ein weiterer Verletzter ist ein 22-jähriger Mann, der auf einer nahe gelegenen Baustelle arbeitete. Er erlitt eine Splitterverletzung am Oberschenkel und wurde in ein Krankenhaus in Swenigorod eingeliefert. Sein Zustand ist zufriedenstellend, Lebensgefahr besteht nicht.
Bei dem Angriff wurde zudem ein Mehrfamilienhaus an der Naro-Fominski-Autobahn getroffen. Ein Balkon im siebten Stock geriet in Brand. Die Bewohner wurden evakuiert und das Feuer anschließend vollständig gelöscht.
Im Gebiet Belgorod wurden bei Drohnenangriffen in Graiworon und Rakitoje zwei Männer verletzt. Sie sollen ambulant behandelt werden. In mehreren Ortschaften wurden zudem Wohnhäuser, Infrastruktur und Fahrzeuge beschädigt, und es wurden Brände gemeldet.
20:10 Uhr
Trump zu Zwangsmobilisierung in der Ukraine: "Ich kenne diese Videos"

Der US-Präsident Donald Trump wurde am Mittwoch während einer Pressekonferenz auf die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine angesprochen.
Ein anwesender Reporter fragte den Präsidenten, ob er "diese schrecklichen Videos" aus der Ukraine kenne, wo Männer "von der Straße entführt werden", während ihre Mütter und Ehefrauen zu Boden geworfen und mit Pfefferspray besprüht werden.
Trump erwiderte, dass er die Videos kenne und viel davon gehört habe.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:54 Uhr
Forbes: Russland setzt verstärkt auf FPV-Drohnen
Russland setzt im Ukraine-Krieg zunehmend auf FPV-Drohnen und passt damit seine Taktik an die veränderten Bedingungen auf dem Schlachtfeld an. Dies berichtet das US-Magazin Forbes. Wie das Magazin schreibt, haben Drohneneinheiten gegenüber Artilleriesystemen und gepanzerten Fahrzeugen mehrere Vorteile:
"Sie benötigen deutlich weniger Platz und können sich mehrere Kilometer hinter der Front verteilen oder tarnen. Zudem können sie eine große Zahl relativ kostengünstiger Drohnen einsetzen, ohne bei jedem Angriff größere Waffensysteme zu gefährden."
Der umfangreiche Einsatz dieser Drohnen ermögliche es den russischen Truppen, ukrainische Stellungen, Fahrzeuge und Soldaten gezielt anzugreifen und zugleich die Verwundbarkeit von Artillerie und gepanzerten Fahrzeugen zu verringern. Drohnenschwärme könnten ukrainische Soldaten zudem in Deckungen zwingen und russischen Stoßtrupps mehr Bewegungsfreiheit verschaffen.
Forbes betont jedoch, dass Artillerie und andere Waffensysteme weiterhin zum Einsatz kommen. Es gehe vielmehr um eine zunehmende Anpassung der russischen Taktik an die durch Drohnen veränderte Gefechtslage.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


