Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij kündigt "asymmetrische Operationen" gegen Russland an

3.09.2026 21:30 Uhr
21:30 Uhr
Gebiet Belgorod und LVR: Sieben Tote und Verletzte bei ukrainischen Angriffen
Bei einem Angriff der Ukraine auf Schebekino im Gebiet Belgorod sind vier Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Unter den Toten befinden sich ein Arzt, ein Rettungssanitäter und ein Ehepaar. Dies teilt der amtierende Gouverneur des Gebiets Alexander Schuwajew mit.
Im Bezirk wurden zudem zwei Wirtschaftsgebäude zerstört und beschädigt sowie die Fenster von zwei Mehrfamilienhäusern, ein Privathaus, eine Garage und zwei Autos.
In der Volksrepublik Lugansk (LVR) kam unterdessen ein Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums bei einem Drohnenangriff ums Leben. Dmitri Schaschuto, stellvertretender Leiter einer Feuerwehr-Bereitschaftsschicht, erlag seinen Verletzungen, die er erlitten hatte, als eine Drohne das Auto angegriffen hatte, in dem er mit seiner Familie unterwegs gewesen war. Dies teilt die Stadtverwaltung von Perwomaisk mit.
21:11 Uhr
Selenskij kündigt "asymmetrische Operationen" als Antwort auf russische Angriffe an
Die Ukraine werde als Reaktion auf russische Angriffe auf Lager und Unternehmen "asymmetrische Operationen" durchführen, erklärt der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in seinem Telegram-Kanal.
Nach seinen Angaben sollen die Maßnahmen eine Antwort auf die Taktik massiver Drohnenangriffe und Attacken auf ukrainische Objekte sein. Den Kampf gegen die reaktiven Geran-Drohnen bezeichnet Selenskij zugleich als "keine einfache Aufgabe".
Am 3. September war Kiew nach ukrainischen Angaben von einer Serie von Explosionen erschüttert worden. Demnach wurden unter anderem Lagerhallen, ein Logistikkomplex und ein Industrieunternehmen getroffen. Die ukrainische Seite machte dafür russische reaktive Drohnen vom Typ Geran-5 verantwortlich.
Bereits am 1. September hatte Selenskij erklärt, der ukrainische Drohneneinsatz über Russland werde zunehmen. Dabei wandte er sich an ausländische Fluggesellschaften, Versicherer und Unternehmen, die den russischen Luftraum nutzen, und erklärte, dieser werde "absolut unsicher".
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese Äußerungen als "Ankündigung von Staatsterrorismus" und kündigte an, Moskau werde "etwas finden, womit es antworten" könne.
20:55 Uhr
Kiew: Ukrainische Geheimdienste liefern sich Schießerei

Am Mittwoch, dem 2. September 2026, ist es in Kiew zu einer Schießerei zwischen dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU und dem Militärgeheimdienst GRU gekommen. Das Gefecht wurde anfangs seitens des SBU als gemeinsame Operation von SBU und GUR dargestellt, bei der "ein aus Moskau gesteuerter Mordanschlag auf einen russischen Oppositionellen verhindert" wurde.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.20:40 Uhr
Dmitrijew kommentiert Trumps Forderung: EU-Politiker "auf das Geld hereingefallen"
Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für internationale Investitions- und Wirtschaftskooperation Kirill Dmitrijew kommentiert die Forderung von US-Präsident Donald Trump an die EU, die von den USA für die Militärhilfe an die Ukraine ausgegebenen Gelder zurückzuzahlen. In seinem Telegram-Kanal bemerkt er, dass die europäischen Politiker "auf das Geld hereingefallen" seien. Er schrieb im sozialen Netzwerk X:
"Das sollte für die brillanten europäischen Politiker, die glauben, zu wissen, was sie tun, kein Problem sein."
Trump hatte zuvor erklärt, die USA würden von Europa die Rückerstattung von Hunderten Milliarden Dollar verlangen, die die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden für die Militärhilfe an Kiew ausgegeben habe.
20:22 Uhr
Gebiete Moskau und Belgorod: Mehrere Menschen bei Drohnenangriffen verletzt
Bei Drohnenangriffen in Kubinka im Gebiet Moskau sind zwei Menschen verletzt worden. Dies teilt der Leiter des Verwaltungsbezirks Odinzowo Andrei Iwanow mit.
Demnach fiel ein Trümmerteil einer Drohne auf ein fahrendes Auto. Der 44-jährige Fahrer wurde verletzt und ins Klinische Zentrum für Rehabilitationsmedizin gebracht. Ein weiterer Verletzter ist ein 22-jähriger Mann, der auf einer nahe gelegenen Baustelle arbeitete. Er erlitt eine Splitterverletzung am Oberschenkel und wurde in ein Krankenhaus in Swenigorod eingeliefert. Sein Zustand ist zufriedenstellend, Lebensgefahr besteht nicht.
Bei dem Angriff wurde zudem ein Mehrfamilienhaus an der Naro-Fominski-Autobahn getroffen. Ein Balkon im siebten Stock geriet in Brand. Die Bewohner wurden evakuiert und das Feuer anschließend vollständig gelöscht.
Im Gebiet Belgorod wurden bei Drohnenangriffen in Graiworon und Rakitoje zwei Männer verletzt. Sie sollen ambulant behandelt werden. In mehreren Ortschaften wurden zudem Wohnhäuser, Infrastruktur und Fahrzeuge beschädigt, und es wurden Brände gemeldet.
20:10 Uhr
Trump zu Zwangsmobilisierung in der Ukraine: "Ich kenne diese Videos"

Der US-Präsident Donald Trump wurde am Mittwoch während einer Pressekonferenz auf die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine angesprochen.
Ein anwesender Reporter fragte den Präsidenten, ob er "diese schrecklichen Videos" aus der Ukraine kenne, wo Männer "von der Straße entführt werden", während ihre Mütter und Ehefrauen zu Boden geworfen und mit Pfefferspray besprüht werden.
Trump erwiderte, dass er die Videos kenne und viel davon gehört habe.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:54 Uhr
Forbes: Russland setzt verstärkt auf FPV-Drohnen
Russland setzt im Ukraine-Krieg zunehmend auf FPV-Drohnen und passt damit seine Taktik an die veränderten Bedingungen auf dem Schlachtfeld an. Dies berichtet das US-Magazin Forbes. Wie das Magazin schreibt, haben Drohneneinheiten gegenüber Artilleriesystemen und gepanzerten Fahrzeugen mehrere Vorteile:
"Sie benötigen deutlich weniger Platz und können sich mehrere Kilometer hinter der Front verteilen oder tarnen. Zudem können sie eine große Zahl relativ kostengünstiger Drohnen einsetzen, ohne bei jedem Angriff größere Waffensysteme zu gefährden."
Der umfangreiche Einsatz dieser Drohnen ermögliche es den russischen Truppen, ukrainische Stellungen, Fahrzeuge und Soldaten gezielt anzugreifen und zugleich die Verwundbarkeit von Artillerie und gepanzerten Fahrzeugen zu verringern. Drohnenschwärme könnten ukrainische Soldaten zudem in Deckungen zwingen und russischen Stoßtrupps mehr Bewegungsfreiheit verschaffen.
Forbes betont jedoch, dass Artillerie und andere Waffensysteme weiterhin zum Einsatz kommen. Es gehe vielmehr um eine zunehmende Anpassung der russischen Taktik an die durch Drohnen veränderte Gefechtslage.
19:39 Uhr
Brand in Coca-Cola-Werk im Gebiet Kiew
Im Bezirk Browary im Gebiet Kiew ist am Donnerstag ein Werk des US-Getränkekonzerns Coca-Cola in Brand geraten. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua. Das Portal veröffentlicht Aufnahmen von einer starken Rauchentwicklung über dem Industriegebiet.
19:19 Uhr
Belgorod, Kursk und Saporoschje: Mehrere Verletzte bei Drohnenangriffen
Im Bezirk Schebekino im Gebiet Belgorod sind bei ukrainischen Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. In Nowaja Tawolschanka erlitt ein Mann bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Auto eine Splitterverletzung am Unterschenkel. In Wosnessenowka wurde ein weiterer Mann durch die Explosion einer Drohne auf einem Grundstück schwer verletzt und wird operiert, teilt der regionale operative Stab mit.
In mehreren Ortschaften des Gebiets wurden zudem Wohnhäuser, Autos, Nebengebäude und Infrastrukturobjekte beschädigt.
Im Gebiet Kursk wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto im Rylsker Bezirk ein 64-jähriger Mann leicht verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma und soll ambulant weiterbehandelt werden, teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit.
Im Gebiet Saporoschje griffen ukrainische Drohnen ein Schul- und Kindergartengebäude im Dorf Skelki an. Menschen wurden nicht verletzt. Nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Balizki wurden das Dach, die Verglasung und eine Zwischendecke beschädigt.
18:55 Uhr
Kiew bereitet Unterkünfte für 200.000 Menschen vor
In Kiew und dem gleichnamigen Gebiet soll im September möglicherweise der Status eines Frontgebiets eingeführt werden. Dies berichtet der Telegram-Kanal ANNA NEWS. Demnach bereitet die ukrainische Hauptstadt bereits Unterkünfte für bis zu 200.000 Menschen vor. Diese könnten im Winter wegen länger andauernder Stromausfälle ihre Wohnungen verlassen müssen.
Die Umsiedlung soll zunächst auf freiwilliger Basis erfolgen. Rund 2.000 Menschen hätten bereits zugestimmt. Mit Beginn der kalten Jahreszeit dürfte ihre Zahl jedoch deutlich steigen. Laut dem Bericht steht Kiew bereits den siebten Tag in Folge unter Beschuss.
Der Status als Frontgebiet stehe demnach im Zusammenhang mit dem von Präsident Wladimir Selenskij angekündigten "40-Tage-Plan".
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

