
Rekord-Temperaturen in Europa: Schon mehr als 10.000 Hitzetote

Europa hat im vergangenen Monat mehr als 10.000 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die auf die anhaltende Hitzewelle zurückgeführt werden, berichtete Reuters unter Berufung auf offizielle Sterblichkeitsdaten.
Westeuropa erlebte den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius in Teilen Deutschlands, Frankreichs und Spaniens. Deutschland verzeichnete nach drei aufeinanderfolgenden Tagen mit gebrochenen Temperaturrekorden einen neuen nationalen Höchstwert von 41,7 Grad Celsius, während Frankreich mit 43,8 Grad Celsius seinen bislang heißesten Tag registrierte.

Die anhaltende Hitzewelle befeuerte Waldbrände, beeinträchtigte den Verkehr sowie die Infrastruktur und trug zu einem Anstieg hitzebedingter Erkrankungen und Ertrinkungsfälle in der Region bei.
In England und Wales wurden im Mai und Juni rund 2.700 zusätzliche Todesfälle registriert, wie aus Schätzungen des Imperial College London, des britischen Wetterdienstes (Met Office) und der Londoner Hygiene- und Tropenmedizinhochschule hervorgeht. Frankreich, Belgien und die Niederlande verzeichneten laut Reuters im vergangenen Monat 3.700 zusätzliche Todesfälle.
Zahlen des Europäischen Netzwerks zur Überwachung der Übersterblichkeit (EuroMOMO) – eines vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützten Netzwerks zur Sterblichkeitsüberwachung – zeigten, dass mehr als 9.000 der zusätzlichen Todesfälle Menschen ab 65 Jahren betrafen. Der Chefarzt am dänischen Statens Serum Institut, bei dem EuroMOMO angesiedelt ist, Lasse Vestergaard, sagte gegenüber Reuters:
"Eine derart hohe Übersterblichkeit zu dieser Jahreszeit ist ungewöhnlich. Sie ist wirklich hoch. Es ist schwer, diese mit etwas anderem als der extremen Hitze zu erklären."
Die EuroMOMO-Daten basieren auf nationalen Sterblichkeitsstatistiken aus 27 europäischen Ländern für die Woche vom 22. bis 28. Juni, als die Hitzewelle in weiten Teilen Westeuropas ihren Höhepunkt erreichte. Forscher erklärten, es seien keine anderen bekannten wesentlichen Faktoren – etwa Covid-19-Ausbrüche – erkennbar, die den Anstieg auf 10.650 zusätzliche Todesfälle erklären könnten.
Extreme Hitze ist zur tödlichsten wetterbedingten Gefahr Europas geworden. Sie kann durch Hitzschlag oder durch die Verschlimmerung von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen tödlich wirken, wobei ältere Menschen zu den Gefährdetsten zählen. Da viele hitzebedingte Todesfälle offiziell nicht auf hohe Temperaturen zurückgeführt werden, nutzen Wissenschaftler die Übersterblichkeit, um das tatsächliche Ausmaß von Hitzewellen abzuschätzen.
Mehr zum Thema – Frankreich: Hitzewelle fordert fast 1.000 zusätzliche Todesopfer – Vor allem Ältere betroffen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
