
J. D. Vance sagt Pakistan-Reise ab: Iran boykottiert Friedensgespräche

Nur wenige Stunden vor dem möglichen Auslaufen des fragilen Waffenstillstands im Nahen Osten ist die geplante zweite Verhandlungsrunde in Pakistan gescheitert.
US-Vizepräsident J. D. Vance sagte seine Reise nach Islamabad kurzfristig ab, wie aus Washingtoner Kreisen hervorgeht. Zeitgleich erklärte Iran offiziell, keine eigene Delegation in die pakistanische Hauptstadt zu entsenden.

Die Gespräche hätten den brüchigen Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran stabilisieren oder in ein dauerhaftes Abkommen überführen sollen. Bereits die erste Runde Mitte April, ebenfalls unter Leitung von Vance, war ohne greifbares Ergebnis geblieben. Mit dem Abbruch der zweiten Runde wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation.
Aus Teheran kommen klare Signale der Zurückhaltung. Laut dem Sprecher des Außenministeriums Esmail Baghaei sei "keine Entscheidung" über die Entsendung von Unterhändlern gefallen, solange die US-Marineblockade iranischer Häfen fortbestehe und Washington gegen die Vereinbarungen des Waffenstillstands verstoße. Ein iranischer Parlamentarier bezeichnete Berichte über eine bereits in Pakistan eingetroffene Delegation als "komplette Lügen".
Auch in Washington zeichnete sich zuletzt ein widersprüchliches Bild. Präsident Donald Trump hatte zunächst selbst erklärt, Vance werde nicht reisen, unter anderem aus Sicherheitsgründen. Es folgten Relativierungen aus dem Weißen Haus, doch am Ende blieb die Air Force Two am Dienstag am Boden. Vance galt ursprünglich als zentraler Unterhändler der US-Seite.
Für Pakistan, das sich als neutraler Vermittler positioniert hatte, bedeutet die Absage einen diplomatischen Rückschlag. In Islamabad waren bereits umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und hochrangige Gespräche mit Vertretern beider Seiten vorbereitet worden. Diese Bemühungen laufen vorerst ins Leere.
Die möglichen Folgen sind erheblich. Der Waffenstillstand steht unmittelbar vor seinem Ablauf. Trump hatte wiederholt mit einer "Wiederaufnahme der Bombardements" gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.
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