Tourismusprojekt: Seebad "Weiße Düne" soll Gästezahlen in Kaliningrad um Millionen steigern

Als gäbe es keine Spannungen mit der NATO – Russland erschließt trotz allem aktiv die Ostseeküste und baut das Gebiet Kaliningrad aus. Derzeit ist hier eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes angelaufen: der Aufbau des Tourismusclusters "Weiße Düne".

Der neue russische Ferienort "Belaja Djuna" ("Weiße Düne"), der derzeit an der Ostseeküste entsteht, könnte den Touristenstrom in der Region Kaliningrad um 1,5 Millionen Menschen steigern. Dies erklärte der Generaldirektor der Entwicklungsgesellschaft der Region Kaliningrad, Dmitri Lapizki, im Gespräch mit Journalisten der Nachrichtenagentur TASS. Er betonte:

"Das Kaliningrader Gebiet ist eine Tourismusregion; 4,5 Prozent des Bruttoregionalprodukts (BRP) entfallen auf den Tourismus, und der Ferienort Belaja Djuna wird nach unseren Berechnungen zusätzlich 1,5 Millionen Touristen anziehen, bei einem derzeitigen Zustrom von etwa 2 Millionen."

Das Projekt "Weiße Düne", das im Bezirk Selenograd der Region Kaliningrad im Rahmen des nationalen Projekts "Tourismus und Gastgewerbe" umgesetzt werden soll, ist eines der großangelegtesten russischen Tourismusprojekte. Es handelt sich dabei um ein 500 Hektar großes Gelände an der Ostseeküste, auf dem eine neue Kurstadt entstehen soll. Das Projekt sieht 10.500 Hotelzimmer vor, die Schaffung von mehr als 15.000 Arbeitsplätzen, den Bau moderner Wohnungen sowie die Gestaltung eines komfortablen städtischen Umfelds.

Nach den Vorstellungen der Entwickler wird diese großangelegte Tourismusanlage einen noch unberührten Abschnitt der Ostseeküste in einen Anziehungspunkt für Millionen von Touristen verwandeln und ein vollkommen neues Bild des Urlaubs an der Ostsee schaffen.

Zuvor hatte TASS berichtet, dass sich der Ganzjahres-Kurort "Belaja Djuna" in der aktiven Umsetzungsphase befindet. In einem Interview mit der Agentur TASS im Rahmen des VIII. Internationalen Ostsee-Wirtschaftsforums erklärte Dmitri Lapizki damals, dass in der ersten Phase mit dem Aufbau der unterstützenden Infrastruktur begonnen werde:

"Das sind Straßen, Gas, Strom und Wasser. Also die grundlegende Infrastruktur, ohne die Investoren nicht kommen und mit dem Bau beginnen können."

Lapizki betonte, dass es bereits Investoren gebe, die bis Ende des Jahres Grundstücke für touristische und andere Infrastrukturprojekte erhalten würden. Der Ferienort "Belaja Djuna" soll bis Ende 2033 vollständig fertiggestellt sein. Die Inbetriebnahme der ersten Anlagen und die Aufnahme von Touristen im Testbetrieb sind für das Jahr 2030 geplant, die volle Auslastung soll im Jahr 2034 erreicht werden.

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